5 gute Gründe für eine Vorsorgevollmacht

Patientenverfügung.digital

28.11.2021

Bei Patientenverfügung.digital gibt es immer wieder Nutzer, die sich eine Patientenverfügung erstellen und auf eine Vorsorgevollmacht verzichten. Lesen Sie in diesem Artikel, warum das nicht empfehlenswert ist und weshalb Sie auch eine Vorsorgevollmacht brauchen.

Grund 1: Die Vorsorgevollmacht ist eines der wichtigsten Vorsorgedokumente.

Neben der Patientenverfügung ist die Vorsorgevollmacht das häufigste Vorsorgedokument in Deutschland. Und das mit guten Grund! Mit einer Vorsorgevollmacht können Sie nämlich wichtige Entscheidungen über Ihr Leben an eine Vertrauensperson abgegeben, wenn Sie dazu geistig und/oder körperlich nicht mehr in der Lage sind (Stichwort: Geschäftsfähigkeit). Das ist besonders wichtig, weil viele Menschen bei der Vorsorge einem großen Irrtum erliegen.

Mehr dazu im nächsten Punkt.

Grund 2: Angehörige sind nicht automatisch vertretungsbefugt.

Ob Ehepartner, Kinder oder Eltern: Wenn Sie geschäftsunfähig sind, dürfen Angehörige nicht automatisch Entscheidungen für Sie treffen (oder Sie vor Gericht vertreten). Stattdessen wählt das Betreuungsgericht einen Betreuer – das kann ein Angehöriger sein, in vielen Fällen ist es jedoch ein Berufsbetreuer. Dann entscheidet eine völlig fremde Person über Ihr Leben und Ihren Tod. Wer das auf jeden Fall vermeiden möchte, muss eine Vorsorgevollmacht erstellen. Einen anderen Weg zur sicheren Vermeidung des Berufsbetreuers gibt es nicht!

Tipp: Deshalb ist eine Vorsorgevollmacht empfehlenswert, sobald man volljährig ist. Mit der Volljährigkeit endet die gesetzliche Vertretungsbefugnis der Eltern und damit auch die automatische Vertretungsberechtigung.

Grund 3: Die Vorsorgevollmacht ist eine wichtige Ergänzung zur Patientenverfügung.

In einer Patientenverfügung legen Sie Ihre medizinischen und pflegerischen Wünsche für verschiedenste Unfallszenarien und Krankheitsbilder fest. Doch was passiert, wenn eine Situation eintrifft, die Sie in Ihrer Patientenverfügung nicht beschrieben haben? Schließlich kann selbst die umfassendste Patientenverfügung unmöglich alle Szenarien abdecken.

In einem solchen Fall wird Ihr Betreuer eingeschaltet, der gemeinsam mit den behandelnden Ärzten nach Ihrem mutmaßlichen Willen über die weitere Behandlung entscheidet. Mit einer Vorsorgevollmacht stellen Sie sicher, dass dieser Betreuer eine Vertrauensperson ist, der Sie und Ihre Wünsche tatsächlich kennt.

Grund 4: Sie können die Handlungsbereiche Ihrer Vorsorgevollmacht genau festlegen.

Was darf Ihr Betreuer für Sie entscheiden und was nicht? Ob Bankgeschäfte, Verwaltung von Verträgen oder gesundheitliche Belange: In Ihrer Vorsorgevollmacht können Sie exakt festlegen, in welchen Bereichen Ihre Vorsorgevollmacht gültig ist. Sie können sogar verschiedene Vertrauenspersonen für verschiedene Bereiche bestimmen! Das ist zum Beispiel sinnvoll, wenn Sie Personen haben, die in einem bestimmten Bereich über eine besondere Expertise verfügen.

Tipp: Sie können Ihre Vorsorgevollmacht jederzeit ändern, solange Sie geistig gesund sind. So können Sie zum Beispiel die Vertretungsbereiche ändern, die Vorsorgevollmacht widerrufen oder eine neue Vorsorgevollmacht mit einer anderen Vertrauensperson aufsetzen.

Grund 5: Die Vorsorgevollmacht ist einfach zu erstellen

Sie können Ihre Vorsorgevollmacht formlos und schriftlich aufsetzen. Sie müssen nicht zum Anwalt gehen und sich auch keine notarielle Beglaubigung holen - letzteres ist nur bei bestimmten Bereichen der Vermögensverwaltung notwendig (zum Beispiel wenn Ihr Bevollmächtigter Geschäfte mit Grundstücken tätigen soll).

Besonders einfach ist das Erstellen einer Vorsorgevollmacht mit Patientenverfügung.digital. Mit unserem digitalen Assistenten müssen Sie nur verschiedene Fragen beantworten und erhalten anschließend eine maßgeschneiderte Vorsorgevollmacht, die Sie auch direkt online hinterlegen können. In rund 30 Minuten sind Sie fertig!

Tipp: Überlegen Sie vor dem Verfassen Ihrer Vorsorgevollmacht, wer eine geeignete Vertrauensperson ist. Dieser Person sollten Sie uneingeschränkt vertrauen können. Sprechen Sie dann mit der Person und klären Sie vorab, ob sie die Aufgaben eines Bevollmächtigten übernehmen möchte.

Schlusswort

Auf eine Vorsorgevollmacht sollte niemand verzichten. Das Dokument ist wichtig, um die eigene Patientenverfügung abzusichern und um wichtige Angelegenheiten von einer Person erledigen zu lassen, die Sie wirklich kennt und der Sie vertrauen. Ohne Vorsorgevollmacht riskieren Sie, dass ein gesetzlicher Betreuer eingesetzt wird. Dann entscheidet eine völlig fremde Person über Ihr Leben und/oder Ihren Tod. Das klingt gruselig, oder?

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